Gott verlässt uns nie
Einen kleinen Augenblick habe ich dich verlassen, aber mit großem Erbarmen werde ich dich sammeln.
Jesaja 54,7
Israel erlebte eine schwere Zeit. Jerusalem war zerstört, Palast und Tempel wurden niedergebrannt und Gottes Volk lebte seit nahezu 40 Jahren in babylonischer Gefangenschaft. Die Menschen sind verzweifelt, haben keine Hoffnung mehr.
Ist Gott so grausam, dass er sein Volk so schlimmen Umständen aussetzt und einfach wegsieht? Die ersten Worte des oben genannten Verses könnten das vermuten lassen.
Das Volk Israel hatte sich wiederholt von Gott abgewandt. Immer wieder hatten sie seine Allmacht angezweifelt und sich Götzen zugewandt. Sie ließen sich vom Wege abbringen. Gott war zornig. Doch nicht so zornig wie wir Menschen. Wenn uns die Wut packt, reagieren wir selten noch mit unserem Verstand. Wir handeln unvorhersehbar, mutwillig. Doch Gottes Zorn hat ein erklärtes Ziel: ER will die Menschen auf den rechten Weg zurück bringen.
Sie sollen IHN wieder ernst nehmen, mit IHM rechnen. Gott sei Dank endet auch Jesaja 54,7 nicht mit den Worten: „Ich habe Dich verlassen.“ Nein, da kommt noch mehr. Da kommt das Entscheidende.
Unsere Sünde hat die Macht uns von Gottes Gnade und Liebe zu trennen. Doch Gottes Barmherzigkeit ist größer. So groß, dass ER seinen Sohn schickt, um auch mit uns wieder Gemeinschaft zu haben. Den Israeliten in Babylon verkündete Jesaja damals: „(…) mit großem Erbarmen werde ich Dich sammeln.“ ER hat sein Volk nicht aufgegeben. Damals nicht und auch heute nicht. ER sucht unsere Gemeinschaft, ER will alle Christen vereinen. Schon damals hat ER durch Jesaja den Hinweis auf Jesus gegeben. ER besiegte den Tod und unsere Sünden sind vergeben. Durch IHN können alle Menschen innige Gemeinschaft mit Gott haben.
Die entscheidende Frage ist: Lassen wir uns sammeln? Erkennen wir Gottes Güte und Gnade?
Kehren wir um? Lassen wir uns von IHM sammeln?

