Es war einmal...
Mit diesen Worten fangen die schönsten Geschichten an. Hier folgt nun eine Geschichte, die es in sich hat. Eine Geschichte, die lebensentscheidend ist. Sie ist nachzulesen in Lukas 14, 15ff.
Es war einmal ein reicher Mann, der war so reich, dass er sich alles unter den Himmeln kaufen konnte. Er besaß ein wunderschönes und geräumiges Haus. Eines Tages nun beschloss er ein großes Gala-Dinner zu veranstalten, bei dem nur die kostbarsten, erlesensten Speisen aufgetragen würden. Schon Jahre vor dem Ereignis plante er liebevoll die Gästeliste, verschickte mühsam von Hand gestaltete Einladungskarten an alle Menschen, die ihm wertvoll waren. Seine Aufregung steigt, er kann es kaum noch erwarten, dass seine Gäste endlich eintreffen.
Wie freut er sich auf den Moment, in dem er jeden Einzelnen begrüßen kann, ihm die Hand schütteln kann. Seine Helfer hatten das Haus wunderschön geschmückt, überall standen Kerzen, das Haus war von hellem Licht durchflutet. Im Hintergrund war Musik zu hören, die jedem ein Lächeln aufs Gesicht zauberte. Alles war bereit. Nachdem der Gastgeber noch einmal alles selbst überprüfte, sandte er Diener aus, um den Gästen mitzuteilen: „Ihr könnt kommen. Alles ist fertig. Ich warte auf Euch.“
Während er also auf die Ankunft der ersten Gäste wartet, schlendert der Hausherr durch sein Haus, ein Lächeln spielt um seine Lippen. Endlich vernimmt er die Tür. Erwartungsvoll dreht er sich um und läuft zur Eingangstür, um die ersten zu begrüßen. Doch es ist nur ein Diener, der ihm traurig mitteilt: „Mein Herr, es tut mir leid, aber ich soll ausrichten, dass Dein Gast nicht kommen wird. Er habe viel zu viel Arbeit mit einem neu erworbenen Acker.“ Der Gastgeber kann es nicht fassen. Seine Einladung steht schon seit Jahren. Was könnte es Wichtigeres geben? Kurz darauf trifft ein weiterer Diener ein, der ihm ähnliches berichtet. So geht das eine ganze Weile. Immer wieder hofft der reiche Mann, beim nächsten Türschlag käme einer der ersehnten Gäste. Aber nein! Alle, einer nach dem anderen lassen ihm absagen. Einer hat neue Ochsen gekauft, die nun seine Aufmerksamkeit fordern, ein anderer hat eben geheiratet. So viel Zeit und Liebe hat er investiert. Nur das Beste hat er vorbereitet. Und jetzt ist alles andere wichtiger für seine Gäste. Wut ergreift ihn. Er sendet seine Diener erneut los, diesmal mit der Bitte, die Leute von Straßen und Gassen zu sammeln, um sie in sein Haus zu bringen. Und die kommen. Sie lassen sich einladen. Sie erfahren erst jetzt von der Einladung, doch sie lassen ihre Arbeit und alle Alltagsdinge zurück, um an diesem Dinner teilnehmen zu können.
Stell Dir vor, Du bekämst eine Einladung zu einem solchen Festessen. Würdest Du gehen? Oder würden auch Dir zahlreiche Ausreden einfallen? Jeder Mensch erhält die Einladung an Gottes Mahl teilzuhaben.
In Matthäus 4,4 steht, dass Gottes Wort unser Brot sei. Und doch haben wir oft zu viel zu tun, um in seinem Wort zu lesen, in den Gottesdienst zu gehen oder einfach die Begegnung mit Jesus zu suchen. So viele Dinge sind zuerst dran.
Die Geschichte des reichen Mannes zeigt aber, dass wir das Beste verpassen, wenn wir seine Einladung ausschlagen. Dann bekommen andere unseren Platz an der Tafel.
Wie viel Zeit verbringen wir mit Dingen, die, gemessen an der Ewigkeit, unnütz erscheinen. Wenn wir uns Martha und Maria zuwenden, fällt auf, dass Maria sich Jesus zuwendet. Sie wusste, dass er nur an diesem Abend dieses Wort lehren würde. Die Chance, es danach noch einmal zu hören, war verschwindend gering. Wie oft bemühen wir uns, alles perfekt zu machen und alles auf einmal zu erledigen und verpassen dabei das wirklich Entscheidende im Leben?
Wenn wir die Gegenwart Jesu, seine Lehren nicht voll und ganz auskosten, sind wir zu diesem Festmahl nicht eingeladen. Wir werden vor verschlossenen Türen stehen und draußen bleiben müssen.
Deshalb: Auch wenn sich die Wäsche im Bügelkorb stapelt, aus den Wollmäusen unterm Sofa schon wahre Giganten geworden sind, im Kühlschrank gähnende Leere herrscht…. Jesus wünscht sich nichts sehnlicher, als dass wir uns ihm ganz zuwenden. Wir dürfen ihm auch diese Sorgen bringen. Ihm ist nichts zu gering.
Lass Dich einladen und nimm an Gottes Mahl teil!

